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Die Tradition der Funktechnik auf dem Brocken reicht zurück bis in die Anfänge des Rundfunks. Man stellte am 08.März 1929 bei der ersten drahtlosen Fernsehrundfunk-Übertragung fest, dass sich die beim Rundfunk benutzte Kurzwelle fürs Fernsehen nicht eignet. Die Ultrakurzwelle verlangte ihrerseits nach hohen Standorten für die Sendeanlagen.

1934 wurde durch die Reichspost der Bau eines mobilen Senders in Auftrag gegeben. 1935 gelang dann bereits die erste öffentliche Bildübertragung.

1936 wurden die Olympischen Sommerspiele in Berlin übertragen. Von 1936 bis 1937 wurde der 52 Meter hohe Fernsehsender mit insgesamt 16 Etagen gebaut. Mit der Installation der Antennenanlage 1938 war der Fernsehsender auf dem Brocken funktionsbereit.

Mit Beginn des 2.Weltkrieges wurde der Fernsehbetrieb eingestellt, während der Rundfunkbetrieb auf bis zu 40 Sender erweitert wurde. Erst die Erklärung des Brocken zur Festung, ließ den Berg der deutschen auch den Krieg fühlen.

Im April 1945 zerstörte ein Bombenangriff der Amerikaner das Brockenhotel. Der Sender wurde jedoch verschont um ihn als Besatzer zu nutzen.

Erst am 27.April 1947 packten sie ihre Sachen und zogen in Richtung Westen. Schließlich wollte man einen Teil von Berlin und übergab Sachsen-Anhalt den sowjetischen Truppen.

Augenzeugen berichteten über den Abzug der Amerikaner vom Brocken, dass sie ein wahres Chaos hinterließen. Der Fernsehsender - eine geplünderte Ruine.

Im Jahre 1948 wurde der Fernsehturm um sieben Etagen gekürzt, ein Flachdach und 1953 eine Rohrschlitzantenne aufgesetzt. 1973 wurde das neue Wahrzeichen des Brockens, der 152 Meter hohe Metallsendemast, gebaut um "DDR 2" abzustrahlen. Die Fertigstellung erfolgte im Jahre 1976.